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Gegenwind beim Bushof-Ost

vor 6 Stunden
2 Min. Lesezeit

Neben der JA-Werbung mit Plakaten und einer Webseite hat nun die "IG Entwicklung Zentrum Hochdorf" allen Haushalten einen Flyer zugestellt. Eine Nein-Empfehlung ist darauf zwar nicht zu finden, klar ist aber, dass die Macher die präsentierte Lösung für den Bushof Ost in Frage stellen.



Leider findet man auf diesem Flyer keine Namen, nur eine IG. Warum, erklärt einer der Macher dieser Aktion, der lieber anonym bleiben möchte (Name der Redaktion bekannt): "Wir haben erlebt, wie die Gemeinde Gewerbeschaffenden Konsequenzen angedroht hat für den Fall, dass diese sich wehren. Daher haben wir entschieden, keine Namen zu veröffentlichen." "Wir" sind in diesem Fall Immobilienbesitzende sowie Gewerbetreibende vom sogenannten Unterdorf. Die Frage, ob das richtig ist, keine Namen zu nennen, hat sich letztendlich durch die Tatsache erübrigt, dass die Ja-Seite, wie HochdorfR berichtet hat, ebenfalls anonym bleibt und sich lediglich als "überparteiliches Komitee 3xJA" bezeichnet. Eine Entwicklung die Fragen aufwirft. Wenn man nur noch anonym für ein JA oder ein NEIN werben kann, aus welchen Gründen auch immer, ist dies alles andere als unproblematisch.


Im Gegensatz zur 3ja.ch.-Seite, welche gemäss den eigenen Quellen alle Argumente der Gemeinde wiederholt, bringt die IG Entwickling Zentrum Hochdorf eigene Punkte ein, ohne, wie bereits erwähnt, für ein NEIN zu werben obwohl sie mit dem Titel bereits klarstellt: "Hochdorf braucht einen Bushof am richtigen Ort.". Erwähnt werden die Gefährdung von Parkplätzen, welche gemäss Flyer für die Betriebe, Anwohnerinnen und Anwohner sowie SBB-Reisende von grosser Bedeutung seien. Die IG verweist auf die grosse Fläche auf der anderen Seite der Bahnlinie, welche Platz biete für einen "grosszügigen und zukunftsorientierten Bushof". Ebenso monieren die Macher, dass eine wichtige Verkehrsachse, die Bahnhofstrasse, entfalle.


Das Fazit der "IG Entwicklung Zentrum Hochdorf": "Eine sorgfältige Prüfung einer alternativen Variante auf der anderen Seite der Bahnlinie ist deshalb dringend angezeigt." Gemäss IG würde eine solche Variante eine grosszügige und zweckmässige Gestaltung des Bushofes ermöglichen, "ohne wichtige Parkplätze und die bestehende Verkehresinfrastruktur unnötig zu opfern."


Die "IG Zentrum Entwicklung Hochdorf" hat bereits in der Vergangenheit mit Inseraten auf ihre Anliegen aufmerksam gemacht. Sie forderte darin "eine Attraktivitätssteigerung für das Ober- und Unterdorf; eine ausgewogene Planung, die nicht zu Lasten einzelner Dorfgebiete geht; realisierbare Projekte statt überdimensionierte Überbauungen; die bewährte Parkier- und Gestaltungsordnung an der Hauptstrasse und dem Umfeld unverändert zu belassen; dass das Unterdorf nicht sterben dürfe, Coop und die angegliederten Geschäfte müssen bleiben sowie einen verbesserten Dialog zwischen Gemeinderat, örtlichem Gewerbe, Verkaufsgeschäften und Liegenschaftsbesitzern. Die IG setzte sich auch für ein NEIN beim Projekt Brauiplatz ein, bei dessen Umbau alle Kurzzeitparkplätze aufgelöst wurden.


| HochdorfR

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