Kommentar: HochdorfR bekommt keine Antworten
Aktualisiert: 15. Apr.
Für den ersten Artikel der neuen Online-Plattform HochdorfR stellt die Gemeinde klar, dass sie "keine umfassenden inhaltlichen Auskünfte zur direkten Verwendung in privaten externen Publikationen" erteilt. Sie beantwortet damit die Fragen zum Provisorium der Schulhaussanierung Zentral nicht. Man kann es leider nicht anders sagen, das ist ein Boykott der neuen Onlineplattform. Mit den Fragen werden nämlich klare, journalistische Regeln befolgt.

Kein Artikel, ohne den Betroffenen die Möglichkeit zu geben, sich zu äussern. Natürlich könnte man einfach Artikel schreiben, voll von Behauptungen, ohne die Betroffenen zu Wort kommen zu lassen. HochdorfR tut aber genau dies nicht – und wie reagiert die Gemeinde? Dankbar für die Möglichkeit, sich äussern zu können? Nein, sie versteckt sich hinter Floskeln und Ausreden, verweist auf die Möglichkeit einer Petition, die dann innerhalb von drei Monaten beantwortet wird und behauptet, "Informationen werden einheitlich und für alle Interessierten in gleicher Weise bereitgestellt", was beweisbar nicht stimmt, da private Mails mit Fragen beantwortet werden und gegenüber der Regionalzeitung oder der Luzerner Zeitung Auskunft gegeben wird. Nur nicht gegenüber HochdorfR also, und das ist ein deutliches Zeichen, aber auch ein Armutszeugnig für die so oft genannte "transparente Information" seitens der Gemeinde. Übrigens kam die Absage einen Tag nach folgender Antwort der Gemeinde am 14. April 2026: "Die Antworten werden von den zuständigen Gemeinderäten .......... und ................. aufbereitet. Wir werden uns zeitnah bei dir melden, bitten jedoch bei solchen Anfragen um eine gewisse Reaktionstoleranz."
Mir bleibt also nichts anderes übrig als den Weg konsequent weiterzugehen, weiterhin der Gemeinde Fragen zu stellen und ihnen die Möglichkleit zu geben, sich zu äussern und dann die Fragen, Antworten oder die Absage zu veröffentlichen. Die Leserschaft kann sich dann selber ein Bild machen darüber, ob die Fragen berechtigt sind oder nicht – und selber bei der Gemeinde nachfragen. Denn wie schrieb der Gemeinderpräsident in der Ausgabe März 2026 vom Hochdorfer Mail: "Der Dialog mit der Bevölkerung bleibt auch im Jahr 2026 ein zentrales Anliegen unserer Arbeit. Nur im gemeinsamen Austausch entstehen tragfähige Lösungen und gegenseitiges Vertrauen. Ich lade Sie deshalb ein, sich weiterhin einzubringen, Fragen zu stellen und aktiv mitzuwirken." HochdorfR ist dieser "Einladung" nachgekommen und hat, wie vom Gemeindepräsidenten gewünscht, Fragen gestellt. Antworten wurden indes verweigert, was zeigt, wie geduldig doch Papier ist. Drucken kann man alles, ein Umsetzen dieser Zeilen wäre aber ein Gewinn, für alle.
Also, danke für die Einladung, weitere Fragen von HochdorfR werden folgen. Denn nur "im gemeinsamen Austausch entstehen tragfähige Lösungen und gegenseitiges Vertrauen." Da bin ich absolut der selben Meinung.
Claudio Brentini | Herausgeber HochdorR





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