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Was lange währt kommt endlich gut – auch beim Chäppeliweg

  • 15. Aug.
  • 3 Min. Lesezeit

Sichere Schulwege sind ein wichtiges Anliegen, werden diese doch jeden Tag von Schulkindern benützt. Einer davon ist der beliebte Chäppeliweg zwischen der Urswilstrasse und Rosengarten. Seit kurzem ist dieser Weg nun autofrei, dank der Beharrlichkeit und der Geduld eines Anwohners.

 

Die nicht ganz neue Barriere beim Chäppeliweg. Weg frei für die Schulkinder. Foto cb
Die nicht ganz neue Barriere beim Chäppeliweg. Weg frei für die Schulkinder. Foto cb

Vor fünf Jahren, als sein Sohn wie viele andere Kinder auch den Chäppeliweg als Schulweg benutzte, startete Peter Bachmann sein Engagement, den beliebten Weg autofrei zu gestalten. Damals, so erzählt der Anwohner des Chäppeliwegs, seien sogar die Kehrichtabfuhrlastwagen den engen Weg hochgefahren. «Ein weiteres Problem war und ist, dass die Navigationsgeräte der Fahrzeuge oft die Lenkerinnen und Lenker auf dem kürzesten Weg, also durch den Chäppeliweg leiten», so Bachmann. Das habe immer wieder zu gefährlichen Situationen geführt, denn auch LKW’s oder Lieferwagen hätten immer wieder diesen Weg benützt, Fussgängerinnen und Fussgänger mussten dabei auf die Wiese ausweichen. Bachmann deponierte bei der Gemeinde die Idee, eine Barriere zu montieren, welche eine Zufahrt von der Urswilstrasse verunmöglichen würde, eine solche benötigt aber eine Beleuchtung, weshalb die Gemeinde damals ein Projekt startete, den ganzen Weg mit Strassenleuchten auszustatten. Weil aber einzelne Anwohner keine Lampe direkt vor ihrem Fenster wollten, wurde das Projekt gestoppt, notabene das ganze Projekt, also auch die Barriere, um die es ja ursprünglich ging. «Für uns war das enttäuschend, weil unser Ziel ja gar nicht die Beleuchtung des Weges war, sondern diesen autofrei zu gestalten. Dass dann auch die Barriere kein Thema mehr war, konnte ich nicht nachvollziehen.»


Der enge Weg hielt weder LKW's noch Lieferwagen ab, diesen zu befahren. Foto zvg
Der enge Weg hielt weder LKW's noch Lieferwagen ab, diesen zu befahren. Foto zvg

 Anfang dieses Jahres startete Peter Bachmann einen neuen Versuch. Er holte die Unterschrift aller Strassenbesitzer für die Einrichtung einer Barriere ein, ebenso einer Immobilienfirma, welche die Zufahrt für die Kehrichtentsorgung von der Rathausstrasse her sicherstellte und nahm mit dem neuen Gemeinderat Mario Bucher Kontakt auf. Dieser habe sich die Situation vor Ort angeschaut, um sich ein Bild zu machen und ins Gespräch zu kommen. «In der Folge habe ich ihm fast jeden Tag Fotos, welche die Anwohnenden gemacht haben, geschickt, Fotos von Lastwagen, Autos, Lieferwagen, welche den Weg befahren», so Bachmann mit einem Schmunzeln. Steter Tropfen höhlt den Stein, im Juni kam die Nachricht, die Barriere werde montiert. Peter Bachmann: «Es war schade, dass das ganze Projekt jetzt so viele Jahre gedauert hat, aber schlussendlich sind wir jetzt sehr froh, dass es nun eine gute Lösung zum Schutz der Schulkinder gibt.»


Idyllisch und nun autofrei. Foto cb
Idyllisch und nun autofrei. Foto cb

Mittlerweile ist der Chäppeliweg als Sackgasse gekennzeichnet, nach dem Gebäude Chäppeliweg 4 verhindert eine Barriere die Zufahrt für Fahrzeuge, ausser für Fahrräder, die nach wie vor passieren können. Das ist vor allem für alle Eltern eine sehr gute Nachricht, deren Kinder zum Schulbeginn den Kindergarten oder die erste Klasse besuchen und den Chäppeliweg als Schulweg benützen. Ein Augenschein vor Ort zeigt, wie eng und unübersichtlich dieser Weg für Fahrzeuge ist, aber dies gehört nun zu den berühmten "Tempi passati". Dank dem Engagement und der Beharrlichkeit der Anwohnenden hat Hochdorf nun einen sicheren Schulweg zwischen Rosengarten und der Urswilstrasse. Der Schutz der Kinder liegt nun nicht mehr alleine in der Macht der Dreifaltigkeitskapelle, die gemäss Angaben der Kirchgemeinde Hochdorf bereits in der Mitte des 16. Jahrhunderts entstanden ist. Eine weltliche, einfache Barriere hilft nun mit.


Die Kapelle und nun auch die Beschilderung zum Schutz der Schulkinder. Foto cb
Die Kapelle und nun auch die Beschilderung zum Schutz der Schulkinder. Foto cb

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