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Das Aus für das Projekt "Strada Fooda" im Südiareal

  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

Gähnende Leere, wo noch vor den Sommerferien mit Food-Trucks "frisches Mittagessen und essen für zwischendurch. Schnell, gesund und unkompliziert! Ohne lange Wartezeit" versprochen wurde. "Strada Fooda" hiess das Projekt und es ist bereits wieder Geschichte. Das Pilotprojekt wurde in den Sommerferien leise begraben.


Keine Footd Trucks mehr, kein "Strada Fooda". Nach nur drei Monaten ist Schluss. Foto cb
Keine Footd Trucks mehr, kein "Strada Fooda". Nach nur drei Monaten ist Schluss. Foto cb

Hinter dem Angebot stand die Mybow GmbH in Luzern (siehe Artikel HochdorfR). Das Unternehmen schrieb im Mai dieses Jahres: "Strada Fooda vereint ein kuratiertes Street-Food-Konzept auf dem Südi Areal in Hochdorf und schafft einen lebendigen Treffpunkt für Mitarbeitende, Besucher und die Region. Lokal verankert, international inspiriert und alltagstauglich umgesetzt." Die Idee sei in Zusammenarbeit mit der "Idee Seetal" entstanden, so der Inhaber der Mybow GmbH.


Während den Sommerferien blieb der Platz dann aber leer und nun ist klar: Das Piloprojekt wird nicht weitergeführt. Die "Idee Seetal" schreibt dazu auf ihrer Homepage: "Die Schwankungen in der Besucherfrequenz liessen sich mit den fixen betrieblichen Aufwendungen nur schwer ausgleichen. Während der Pilotphase konnte zudem nur eine reduzierte Infrastruktur umgesetzt werden, was sich unter anderem auf die Aufenthaltsqualität auswirkte. Vor diesem Hintergrund wird auf eine Weiterführung des Pilots verzichtet." Nach lediglich zwei Monaten notabene.


So sah es noch im Mai dieses Jahres aus. Foto cb
So sah es noch im Mai dieses Jahres aus. Foto cb

"Das Südiareal wurde als Standort für dieses Projekt ausgewählt", schreibt die "Idee Seetal" weiter, "weil es unmittelbar beim Bahnhof und bei der Bushaltestelle und damit an einem gut erschlossenen Ort mit potenzieller Frequenz durch Mitarbeitende im Gewerbegebiet, Pendler, Lernende und die lokale Bevölkerung liegt. Zudem befindet sich das Areal in einer Transformationsphase, in der flexible und temporäre Nutzungen eine wichtige Rolle spielen." Dies alles hat nicht gereicht, wie sich nun gezeigt hat. Die Südi ist also nicht einfach ein Magnet oder Selbstläufer, ebensowenig der zentrale Ort in der Nähe des Bahnhofs. Dabei hat die Idee Seetal vor dem Projekt noch verkündet: "Im ESP (Entwicklungsschwerpunkt, Anmerkung der Redaktion) Hochdorf arbeiten über 2’000 Personen. Trotz zentraler Lage ist das gastronomische Angebot ungenügend. Eine Umfrage der Idee Seetal zeigt bei über 70% der Befragten im Arbeitsgebiet Bedarf nach besseren Verpflegungsmöglichkeiten." Dies ist insofern brisant, weil  im ehemaligen "Mare"-Gebäude am 7. September die "Esserei" startet, welches ein ähnliches Konzept verfolgt. Und wenn trotz einem gemäss "Idee Seetal" nachgewiesenen Bedarf das Projekt Strada Fooda nicht funktioniert hat, darf man gespannt sein, ob in der "Esserei" die Besucherfrequenz stimmen wird. Der Betreiber hat übrigens einen der zwei Trucks von "Strada Fooda" gestellt.


"Die gewonnenen Erkenntnisse sind dennoch wertvoll", schreibt die "Idee Seetal" abschliessend. "Sie zeigen unter anderem, dass für ein langfristig tragfähiges Gastronomieangebot neben dem Standort insbesondere ein abwechslungsreiches Angebot, eine hohe Aufenthaltsqualität sowie ausreichende und konstante Besucherfrequenzen entscheidend sind." Das man für eine solche Erkenntnis ein Pilotprojekt benötigt, ist wirklich erstaunlich.


| HochdorfR


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