Kommentar: Gemeinde bestätigt, was HochdorfR schon lange publiziert hat!
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Also doch: "Die zuletzt geführten Vertragsverhandlungen konnten nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Die Gemeinde steht weiterhin mit Interessenten in Kontakt und arbeitet an einer nachhaltigen Lösung für den Standort." Gemeint ist eine Nachfolge für das "Mare" Die Gemeinde hat dies nun veröffentlicht, HochdorfR hat aber bereits am 3. Juni verkündet, dass Vereine im Mare eine Bar führen werden und auch, dass kein Pächter, keine Pächterin gefunden wurde. Nun muss dies die Gemeinde zähnenknirschend zugeben und bestätigt das und einiges mehr.

Gestern, am 16. Juni 2026 verkündete die Gemeinde, was HochdorfR schon lange wusste: "Die zuletzt geführten Vertragsverhandlungen konnten nicht erfolgreich abgeschlossen werden." Die Ankündigung der Gemeinde Ende März, man stehe in den "finalen Vertragsverhandlungen" mit einem potentiellen Pächter für das "Mare", war also nur heisse Luft, mehr nicht. Eine Korrektur kam nie, dies obwohl die Gemeinde immer betont, wie transparent sie kommuniziert. Von wegen! Nur dank HochdorfR kam das mit den Vereinen und der "Übergangslösung" ans Licht, zwei Wochen bevor das nun von der Gemeinde verkündet wurde. Das zeigt, wie notwendig diese Plattform zurzeit ist. Es zeigt aber auch, wie diese Gemeinde, vor allem das Ressort Kommunikation, mit Anfragen und eigenen Mitteilungen umgeht,
Woran es liegt, dass die Verhandlungen "mit einem konkreten Interessenten" gescheitert sind, wird die Gemeinde nicht verkünden, oder nur mit lauwarmen Begründungen. Sicher ist also: Die Steuerzahler bezahlen das "Mare" weiter, bleiben auf den Kosten sitzen, entgegen den Versprechungen der Gemeinde, es sei doch so einfach einen Pächter, eine Pächterin zu finden. Je nach Berechnungen bezahlen also die Steuerzahlenden 4000 bis 6000 Franken für das leere "Mare", pro Monat. Dies, nachdem das Restaurant für über 2.6 Millionen gekauft wurde. Hinzu kommen nun die Werbekosten für die "Übergangslösung", welche die Gemeinde übernimmt und den Auftrag dazu wohl einer bekannten Firma in Hochdorf übergibt. Aber Geld für den Lunapark, für marode Häuser an der Hauptstrasse, für die Badi und vieles mehr, hat die Gemeinde nicht. Die Südi darf halt alles, auch unnötige Kosten verursachen. Und gemäss Gemeinde ist das "Mare" Teil der Südi.
Dem Berufsverband der Journalistinnen und Journalisten schrieb die Gemeinde am 6. Mai 2026: "Wie wir Herrn Brentini bereits mitgeteilt haben, prüfen wir derzeit mit externer Unterstützung, wie wir mit den umfangreichen Fragenkatalogen umgehen wollen....Bis wir die rechtliche Situation sowie unsere Haltung abschliessend geklärt haben, werden wir keine weiteren Fragen von Herrn Brentini beantworten." Ebenfalls am 6. Mai schrieb die Gemeinde an den Herausgeber dieser Plattform: "Die Gemeinde wird ihre Praxis im Umgang mit Anfragen in Konstellationen, in denen unterschiedliche Rollen und Interessenlagen zusammentreffen, überprüfen lassen. Ziel ist es, eine klare, rechtlich abgestützte und für alle gleichermassen nachvollziehbare Kommunikationspraxis festzulegen. Entsprechende rechtliche Abklärungen sind im Gange. Zu deinen Anfragen werden wir zu gegebener Zeit, im dafür vorgesehenen Kontext und in koordinierter Form Stellung nehmen." Am 1. Juni dann, wieder an den Berufsverband: "Wir haben rechtliche Abklärungen (extern) in Auftrag gegeben. Sobald wir diese Rückmeldung haben, melden wir uns unverzüglich. Wir möchten die Angelegenheit ebenfalls raschmöglichst klären."
Die Wahrheit: Es geht nicht darum, eine "für alle gleichermassen nachvollziehbare Kommunikationspraxis festzulegen", denn die Gemeinde gab der "Luzerner Zeitung" Auskunft, ebenso mehrmals dem "Seetaler Bote". Es geht nur um diese Plattform! Der Grund sind nicht die Anzahl der Anfragen, sondern die Fragen generell. Während andere Medien schön brav das drucken, was die Gemeinde will, sogar ohne Betroffene einzubeziehen, und alles verkünden, ohne zu hinterfragen, vergleicht diese Plattform, ordnet ein, recherchiert, schaut genauer hin – und genau dies will die Gemeinde nicht. Getreu dem Motto von HochdorfR, ein Zitat, welches George Orwell zugeschrieben wird: ""Journalismus ist etwas zu veröffentlichen, was andere nicht wollen, dass es veröffentlicht wird. Alles andere ist Werbung."
Es bleibt zu bezweifeln, dass tatsächlich seit April "rechtliche Abklärungen (extern) in Auftrag gegeben" worden sind, denn weder hat die Gemeinde, wie es halt so ihre Art ist, gesagt, wer genau diese Abklärungen durchführt und auch nicht wie, aufgrund welcher Vorgaben und Gesetze, und auch nicht, bis wann. Das ist vieles, aber sicher nicht Transparenz! In der Zwischenzeit bedient die Gemeinde die Lokalzeitung und andere Medien und veröffentlicht wann und was sie will, was aufdeckt, wie diese Gemeinde, sprich das Ressort Kommunikation, hier vorgeht.

HochdorfR wird weitermachen, egal was die Gemeinde macht oder will. Die Verpflichtung eines Journalisten besteht über allem anderen gegenüber dem öffentlichen Interesse, so sagt es der Kodex der Journalistinnen und Journalisten. So funktioniert die vierte Gewalt. Auf der anderen Seite hat der Berufsverband gegenüber der Gemeinde klargestellt, "dass ein Informationsboykott gegenüber einem einzelnen Journalisten eine erhebliche Beeinträchtigung des berufsethischen Anspruchs auf Zugang zu Informationen" darstellt. Oder mit anderen Worten, ebenfalls vom Verband: "Ein solches Vorgehen stellt einen schwerwiegenden Eingriff in die Informationsfreiheit dar." Das ist dem Ressort Kommunikation aber egal, Hauptsache man kann irgendwie weiter nur das verkünden, was man will, wann man will. Dies könnte aber gehörig nach hinten losgehen. Immer mehr Leserinnen und Leser beachten diese Plattform. Damit erfahren immer mehr Personen, wie diese Gemeinde vorgeht. In der Zwischenzeit wird HochdorfR weiter das publizieren, was die Gemeinde lieber verhindern möchte. So geht vierte Gewalt. Denn alles andere ist nur Werbung.
Claudio Brentini | Herausgeber HochdorfR |





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